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66740 Saarlouis-Fraulautern

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Barmer Hausapotheke

Die Barmer Ersatzkasse (BEK) und der Deutsche Apothekerverband starten für alle Versicherten ab 18 Jahren ab 1. März 2005 das neue Programm Hausapotheke. Mit Zustimmung des Patienten erfasst und überprüft die frei gewählte Apotheke sämtliche Arzneiverordnungen sowie die Selbstmedikation. Zielgruppe sind in erster Linie chronisch Kranke, die Arzneimittel von verschiedenen Ärzten verordnet bekommen. Die Praxisgebühr verringert sich bei dem neuen Modell auf 10 Euro im Jahr. Die gehen an den Hausarzt, der dann für alle Überweisungen des Patienten zuständig ist.
Als Teilnehmer am BEK-Hausapothekenmodell erbringen wir für Sie viele Leistungen:
Sie als BEK-Versicherte(r) wählen ihre Apollonia-Apotheke für ihre Versorgung mit Arzneimitteln und anderen apothekenüblichen Waren aus.

So nehmen Sie teil:
- Im ersten Schritt entscheiden Sie sich für einen Hausarzt und eine Hausapotheke Ihres Vertrauens.
- Beim Hausarzt unterzeichnen Sie Ihre Teilnahmeerklärung. Diese wird in der Arztpraxis hinterlegt. Vom Hausarzt erhalten Sie ein "Einschreiberezept" zur Vorlage in der Apotheke. Übrigens: Sie können sich jederzeit - auch ohne akuten Behandlungsanlass - einschreiben.
- Bei der gewählten Hausapotheke legen Sie das "Einschreiberezept" vor. Sie beziehen künftig von dort alle verordneten und selbst gekauften Medikamente. Damit ist eine lückenlose Dokumentation in Ihrer Medikationsliste garantiert.
- Von Ihrer BARMER erhalten Sie danach automatisch eine Teilnahmebestätigung und können alle
Vorteile des neuen Programms nutzen.
- Die Teilnahme ist selbstverständlich freiwillig. Für zunächst zwölf Monate verpflichten Sie sich, Fachärzte nur noch mit einem Überweisungsschein des Hausarztes in Anspruch zu nehmen. Ausgenommen davon sind Besuche beim Augenarzt oder Gynäkologen.
Auch im Vertretungsfall, Notdienst oder während des Urlaubs gilt die Bindung nicht. Sie können dann jeden Arzt und jede Apotheke Ihrer Wahl aufsuchen. Bei einem Umzug oder dauerhaft gestörten Verhältnis zum Hausarzt oder zur Hausapotheke ist ein Wechsel möglich.
- Namen und Adressen der teilnehmenden Hausärzte und Hausapotheken erhalten Sie ab März 2005 direkt bei Ihrer BARMER-Geschäftsstelle.





Ihre Vorteile:
Beste Versorgung und ausgezeichneter Service!
- Ihr Hausarzt koordiniert Ihre Behandlung und stimmt sie gemeinsam mit Ihnen ab.
- Ihr Hausarzt sorgt für eine enge Zusammenarbeit zwischen Facharzt, Krankenhaus und Therapeuten, damit Ihre Behandlung reibungslos verläuft.
- Belastende und unnötige Doppeluntersuchungen werden vermieden - so sparen Sie Zeit und können schneller wieder gesund werden.
- Gemeinsam mit Ihrem Hausarzt entwickeln Sie Ihr Präventionsprogramm - individuell auf Ihren Gesundheitszustand zugeschnitten.
- Ihr Hausarzt verpflichtet sich zu speziellen Fort- und Weiterbildungen. So erweitert er laufend sein Wissen.
- Von der Praxisgebühr in der Hausarztpraxis befreit die BARMER Sie unbürokratisch. Sie zahlen bis zu 30 € weniger im Kalenderjahr.
- Ihr Hausarzt und Ihr Hausapotheker sorgen gemeinsam für eine optimale Arzneimitteltherapie und eine höhere Arzneimittelsicherheit.
- Ihr Hausapotheker legt eine Liste über alle verordneten Medikamente und rezeptfrei erworbenen Arzneien an, die Sie auf Wunsch erhalten.
- Ihr Hausapotheker prüft die Medikamente auf gegenseitige Verträglichkeit sowie kritische Wechsel- und Nebenwirkungen. Wenn nötig, informiert er darüber Ihren Hausarzt.
- In Ihrer
Serviceapotheke erhalten Sie Preis- und Servicevorteile, z.B. Einkaufsrabatte oder Arzneimittel-Lieferservice.
- Sie als BEK-Versicherte(r) wählen Ihre Apollonia-Apotheke für ihre Versorgung mit Arzneimitteln und anderen apothekenüblichen Waren aus.

Dafür erhalten Sie:
1. ARZNEI-SERVICE
Wir führen für Sie die Patientendatei.
2. HOME-SERVICE
Ärztlich verordnete Arzneimittel werden von uns innerhalb von sechs Stunden bis an Ihr Krankenbett geliefert.
3. CHECK-UP-SERVICE
Ersterhebung Body-Mass-Index, Blutdruckmessung, Blutzucker und Gesamtcholesterin

Der Body-Mass-Index (BMI) ist folgendermaßen definiert:
BMI = Körpergewicht in kg/(Körpergröße in m)2

Body-Mass-Index

Bewertung

BMI > 40

Extremes Übergewicht (Grad III)

BMI = 30-40

Starkes Übergewicht (Grad II)

BMI = 25-29

Übergewicht (Grad I)

BMI = 20-24

Normalgewicht

BMI < 20

Untergewicht









Einteilung entsprechend dem Body-Mass-Index (BMI)
Die durch Übergewicht beeinflussten Begleiterkrankungen sind unter anderem: Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Gicht und erhöhte Cholesterolwerte. Diese begünstigen das Entstehen von Arteriosklerose, die wiederum das Auftreten von koronarer Herzkrankheit und Herzinfarkt sowie von Schlaganfällen fördert. Die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Krebserkrankungen, Darm- und Prostatatumoren bei Männern sowie Gebärmuttertumoren bei Frauen ist bei Übergewicht erhöht.

Blutdruckmessung
Bei einer streng kontrollierten Patienten-Gruppe ergaben sich im Rahmen der “United Kingdom Prospective Diabetes Study“ bei einer Blutdrucksenkung von 161/94 auf 144/82 mmHg folgende Ergebnisse:
- Verminderung aller Diabetesfolge-erkrankungen um 24%.
- Verminderung des Risikos der diabetesbedingten Todesfälle um 32%.
- Verringerung des Risikos für einen Schlaganfall um 44%.
- Verminderung des Risikos einer Herzmuskelschwäche um 56%.

- Verringerung des Risikos von Folgeerkrankungen an Auge und Niere um 37%.
Die UKPDS hat gezeigt, dass eine Verbesserung der Diabeteseinstellung und der Blutdruck- einstellung mit intensiveren Kontrollen und konsequenter Nutzung der Behandlungs- möglichkeiten das Risiko diabetischer Folgeerkrankungen deutlich reduzieren.

Blutzucker
Kennen Sie Ihren Blutzuckerspiegel? Egal ob Sie an Diabetes Typ I ("jugendlicher" Diabetes) oder Typ II ("Altersdiabetes") leiden, Ihr Hauptproblem besteht in der Kontrolle Ihres Glucosespiegels im Blut. Hierzu bieten sich zwei Testverfahren an, die beide unterschiedlichen Zwecken dienen. Die tägliche Kontrolle wird mit einem Teststreifen durchgeführt. Meist wird ein Tropfen Blut, der mittels einer Lanzette aus dem Finger entnommen wird (Kapillarblut) auf eben diesem Teststreifen in ein Gerät eingebracht, das den Spiegel ca. 30 Sekunden später anzeigt. Der Zielwert liegt hierbei (individuell unterschiedlich) zwischen 70 und 100 mg/dl. Zur Nacht können die Spiegel höher sein. Eine Methode, um die generelle Einstellung des Zuckers zu kontrollieren, ist die Testung des Hämoglobin A1c. Der Wert, der hierbei ermittelt wird, ist ein Maß für den Zuckergehalt Ihres Blutes der letzten zwei Monate. Hämoglobin dient im Blut als Transportvehikel für Sauerstoff. Je mehr Glucose in Ihrem Blut ist, umso mehr Hämoglobin A1c entsteht (normales Hämoglobin wird mit Zucker verbunden und so in HbA1c umgewandelt). Der Anteil sollte nicht mehr als 4-6% betragen. Liegt er höher, ist dies ein Indiz dafür, dass eine Umstellung im Therapieprogramm erforderlich ist.

Gesamtcholesterin

Anschließend werden alle 6 Monaten alle Parameter wieder neu erhoben, dadurch wird ein Vergleich und die Anpassung Ihrer Medikation möglich.

4. BONUS-SERVICE
Die Versicherten erhalten für apothekenübliche Waren, die nicht von BEK bezahlt werden eine Gutschrift von 3 Prozent des Abgabepreises (außer bei Preisbindung, z.B. Bücher). Bei einem Gesamtumsatz von 250,- Euro pro Jahr wird zusätzlich eine Gutschrift von zwei Prozent gewährt. Gutschriften können jederzeit in der Vertragsapotheke eingelöst werden.

5. PHARMAZEUTISCHES MANAGEMENT
(zur Zeit nur für Asthma + COPD + Diabetes)
Ein Medikamentenprofil zeigt die parallele Darstellung von Arzneimitteln und Selbstmedikation. Dadurch werden Doppelverordnungen vermieden, eindeutige Über- und Unterdosierung, Kontraindikationen (durch Grunderkrankungen, Allergien, Alter, Geschlecht, Schwangerschaft, Stillzeit) erkannt und Komplikationen ausgeschlossen.

Unser oberstes Ziel ist es die Qualität zu optimieren, die Sicherheit und Wirtschaftlich- keit der Anwendung und Compliance zu verbessern. Fehlinformationen und Wissens- lücken der Arzneimitteltherapie können korrigiert werden.

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